Schulwege sicher gestalten

Der Schulweg ist für Kinder eine tägliche Herausforderung. Sie erkennen Fahrzeuge oft nicht rechtzeitig und schätzen Entfernungen und Geschwindigkeiten falsch ein.
Unfälle auf dem Schulweg passieren meistens, weil Autos zu schnell fahren oder Autofahrer Kinder schlecht sehen, die die Straße überqueren. Besonders an Straßen mit viel Verkehr entstehen dadurch gefährliche Situationen. Eine wirksame Schulwegsicherung setzt genau hier an: Sie reduziert Risiken und sorgt für klare Orientierung im Straßenraum.
Kommunen sind maßgeblich für sichere Schulwege verantwortlich. In Zusammenarbeit mit Schulen, Polizei und Eltern sind Problemstellen schnell zu finden und lassen sich oftmals wirksam sichern – dauerhaft und ohne übermäßigen Aufwand.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellen ausfindig machen
- Fahrzeugverkehr verlangsamen
- Sichere Querungsstellen günstig umsetzen
- Sichtbeziehungen freihalten
- Häufige Fragen zur Schulwegsicherung
- Vorteile für Kommunen auf einen Blick
Problemstellen ausfindig machen
Der erste Schritt bei der Schulwegsicherung ist das Erkennen von Problemstellen, an denen für die Schüler eine Gefahr besteht. Diese sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Um sie zu finden können Sie
- Umfragen zum Schulweg bei Eltern und Schülern durchführen lassen
- Unfalldaten durch die Polizei auswerten lassen
- die beliebtesten Schulwege begehen und dabei nach Gefahrstellen absuchen
Für das Ermitteln von Problemstellen und die Schulwegplanung im Allgemeinen bietet sich eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern der Kommune, betroffener Schulen, der Polizei und der Eltern an.
Fahrzeugverkehr verlangsamen
Die wirksamste Maßnahme zur Schulwegsicherung ist eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit. Tempo 30 hat sich in vielen Gemeinden als Standard etabliert – als einfache Geschwindigkeitsbegrenzung oder gleich als Zone.
Um die Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer ergänzend zu erhöhen, eignet sich das Warnschild 136-10 Kinder. Für eine noch höhere Warnwirkung kann es zusätzlich als Bodenmarkierung eingesetzt werden.
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Um die Wahrnehmung zu erhöhen können Sie die Verkehrszeichen mit den Zusatzzeichen “Schule” oder “Schulweg” ergänzen. So rechnen die Autofahrer mit umherlaufenden Kindern und nehmen die Warnung eher ernst. Schilderkombinationen sind günstig in der Anschaffung und sorgen für ein übersichtlicheres Bild.
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Bauliche Maßnahmen wie Aufpflasterungen, Fahrbahnverengungen oder Berliner Kissen wirken unabhängig von Kontrollen. Sie sorgen für eine dauerhafte Geschwindigkeitsreduzierung und eignen sich besonders für wiederkehrende Gefahrenstellen. Passende Lösungen finden Sie in unserer Themenwelt zur Verkehrsberuhigung.
Sichere Querungsstellen günstig umsetzen
Für das sichere Überqueren stark genutzter Straßen sind Ampeln zwar ideal, aber auch kostenintensiv und mit hohem Aufwand verbunden. In vielen Fällen eignet sich eine günstigere Alternative, um Schülern das Erreichen der anderen Straßenseite zu erleichtern.
Mit einer Verkehrsinsel trennen Sie die beiden Fahrtrichtungen. So müssen die Kinder nur einen Fahrzeugstrom auf einmal beobachten. Zebrastreifen aus Thermoplastik oder Markierungsfarben fordern die Fahrzeugführer zum Halten auf und sichern so die Überquerung ab.
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Sichtbeziehungen freihalten
Eingeschränkte Sicht durch parkende Fahrzeuge ist eine der häufigsten Gefahrenquellen im Schulumfeld. Halte- und Überholverbote an Punkten, die Kinder häufig zum Überqueren nutzen, sind deshalb unverzichtbar.
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Halteverbote reichen leider nicht immer aus, um Autofahrer vom Parken abzuhalten und Kinder ausreichend zu schützen. Ergänzend bewährt haben sich
- Absperrpfosten zur physischen Sicherung von Querungsbereichen
- Wegesperren, um Kinder vor dem Übergang auf Straßen auszubremsen
Diese Maßnahmen sind langlebig, wartungsarm und schnell umsetzbar – ein entscheidender Vorteil im kommunalen Alltag.
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Häufige Fragen zur Schulwegsicherung
Wer ist für die Schulwegsicherung zuständig?
Die Schulwegsicherung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Zuständig sind in der Regel die Kommune als Straßenverkehrsbehörde, der Schulträger sowie die Polizei. Die Kommune übernimmt Planung, Anordnung und bauliche Umsetzung.
Reicht eine Tempo-30-Anordnung allein aus?
In der Regel nicht. Erfahrungsgemäß steigt die Wirksamkeit deutlich, wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung mit Warnzeichen, Markierungen oder baulichen Elementen kombiniert wird. Sichtbare Maßnahmen erhöhen die Akzeptanz und die tatsächlich Geschwindigkeitsreduzierung.
Wann sind bauliche Maßnahmen sinnvoll?
Bauliche Maßnahmen sind besonders dort sinnvoll, wo regelmäßig zu schnell gefahren wird oder Verkehrsregeln häufig missachtet werden. Sie wirken dauerhaft, unabhängig von Kontrollen, und eignen sich für bekannte Gefahrenstellen.
Sind Verkehrsinseln eine Alternative zu Ampeln?
Ja, Verkehrsinseln sind eine bewährte und wirtschaftliche Alternative, wenn eine Lichtsignalanlage unverhältnismäßig wäre. Sie reduzieren die Querungslänge und erhöhen die Übersichtlichkeit für Kinder.
Was ist ein Schulwegplan und wer erstellt ihn?
Ein Schulwegplan zeigt empfohlene sichere Wege zur Schule. Er wird meist von Vertretern der Kommune, der Schule, der Eltern und der örtlichen Polizei gemeinsam erarbeitet und dient als Grundlage für gezielte Maßnahmen im Straßenraum.
Müssen Schulwegmaßnahmen regelmäßig überprüft werden?
Ja. Schulwegsicherung ist kein einmaliges Projekt. Veränderungen im Verkehrsaufkommen und neue Schulwege erfordern eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung.
Vorteile für Kommunen auf einen Blick
- bewährte, gut angenommene Maßnahmen
- wirtschaftliche Umsetzung ohne Großprojekte
- langlebige Produkte für den Dauerbetrieb
- positive Wahrnehmung bei Eltern, Schulen und Öffentlichkeit
Eine wirksame Schulwegsicherung entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch ein stimmiges Gesamtkonzept. Mit den richtigen Produkten lassen sich Gefahrenstellen gezielt entschärfen – übersichtlich, langlebig und wirtschaftlich.
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