Blindenleitsysteme für den Straßenverkehr
Barrierefreiheit mit normgerechten taktilen Leitsystemen schaffen

Wer Verkehrsflächen, Haltestellen oder Baustellen im öffentlichen Raum plant oder absichert, trägt Verantwortung für Sicherheit und Barrierefreiheit. Mit unseren Blindenleitsystemen setzen Kommunen, Verkehrsbetriebe, Planungsbüros und Bauunternehmen eine normgerechte taktile Führung zuverlässig um – im Bestand ebenso wie an temporären Arbeitsstellen.
In unserer Themenwelt “Blindenleitsysteme” finden Sie die passenden Lösungen für eine klar erkennbare und ertastbare Wegeführung. Von dauerhaften taktilen Bodenmarkierungen nach DIN 32984 bis zu flexiblen Leitsystemen an Baustellen.
Unterstützen Sie mit unseren Produkten eine barrierefreie Gestaltung von Wegen, Querungen und Arbeitsstellen ihn Ihrer Stadt oder Gemeinde. Normgerecht, robust und sofort einsetzbar.
Inhaltsverzeichnis
- Taktile Bodenmarkierungen
- Leitsysteme an Baustellen
- So planen Sie Ihr Blindenleitsystem in 5 Schritten
- Häufige Fragen zu Blindenleitsystemen
- Ihre Vorteile mit unseren Lösungen
Taktile Bodenmarkierungen
Taktile Bodenmarkierungen sind die zentrale Grundlage eines Blindenleitsystems im öffentlichen Raum. Sie bestehen aus weißen Platten mit strukturierter Oberfläche, die visuell und taktil gut wahrnehmbar sind. Gemäß DIN 32984 müssen diese Bodenindikatoren einen Leuchtdichtekontrast von mindestens 0,4 zum Untergrund aufweisen. Unsere weißen PREMARK-Platten erfüllen diese Anforderung zuverlässig.
Kriterium
Funktion
Einsatzort
Taktile Struktur
Beispiele
Norm-Bezeichnung
Rillenplatten
Richtungsführung, Leitung
Wege, Korridore, Verbindungen
Parallele Rillen in Laufrichtung
Weg zum Aufzug, Verbindung Haltestelle-Eingang
DIN 3298 – Leitstreifen
Noppenplatten
Warnung, Aufmerksamkeit
Querungen, Abzweigungen, Gefahrenstellen
Punktförmige Noppen
Bahnsteigkante, Straßenübergang, Treppenbeginn
DIN 32984 – Aufmerksamkeitsfeld
Rillenplatten dienen der Richtungsführung. Die parallelen Rillen führen blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer mit dem Langstock zu wichtigen Zielen wie Aus- und Eingänge, Treppen, Aufzügen oder über öffentliche Plätze. Die Rillen laufen immer in Gehrichtung.
Noppenplatten bilden Aufmerksamkeitsfelder, die auf Gefahrenstellen, Abzweigungen, Einstiegsbereiche an Haltestellen oder Hindernisse hinweisen. Sie signalisieren: “Achtung, hier verändert sich etwas – bitte orientieren!”
Unser Produktangebot: PREMARK-Qualität zum Aufkleben
Was ist PREMARK? PREMARK ist ein hochwertiges Markierungssystem mit besonders langlebigen Materialien, hoher Haftfestigkeit und ausgezeichneter Witterungsbeständigkeit. PREMARK-Produkte werden seit über 30 Jahren im Straßenverkehr eingesetzt und erfüllen höchste Qualitätsstandards.
Bei uns erhalten Sie taktile Blindenmarkierungen mit Rillen oder Noppen im Format 300 x 300 mm als praktisches 20er-Pack in bewährter PREMARK-Qualität.
Die Platten lassen sich auf geeignete Untergründe aufkleben und eignen sich damit besonders gut zum Nachrüsten bestehender Flächen. Das ist gerade für Bahnhöfe praktisch, an denen oft Leitsysteme fehlen und große Baumaßnahmen durch Menschenströme schwer umsetzbar sind.
Ihr großer Vorteil: Sie setzen die Vorgaben zur Barrierefreiheit praktisch um, ohne den Straßenraum komplett zu öffnen oder umfassend umbauen zu müssen. Die Installation erfolgt in wenigen Stunden – nicht in Wochen. Das spart Kosten, Zeit und Verkehrsbehinderungen.
Typische Anwendungsbereiche:
- Fußgängerzonen und Plätze
- Bushaltestellen und Bahnsteige
- Querungsstellen und Zebrastreifen
- Parkhäuser und Tiefgaragen
- Schulen, Kliniken, Verwaltungsgebäude
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346,10 €zzgl. 19 % MwSt.
Leitsysteme an Baustellen
An Baustellen müssen Absperrungen mehr leisten, als nur den Bereich zu begrenzen. Sie übernehmen gleichzeitig die Funktion eines Blindenleitsystems und schaffen sichere Notwege (provisorische Gehwege entlang von Baustellen) für alle Verkehrsteilnehmer – auch für Menschen mit Seheinschränkungen.
Rechtlicher Hintergrund: Gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und den Landesbauordnungen müssen auch temporäre Verkehrsführungen barrierefrei gestaltet sein. Verstöße können zu Bußgeldern und Haftungsrisiken führen.
Unsere Absperrschrankengitter mit integrierter Tastleiste verhindern ein Unterlaufen mit dem Langstock und bieten eine klar ertastbare und sichere Führung entlang der Baustelle. Die kontrastreiche Gestaltung mit rot-weißer Reflexfolie sorgt dafür, dass die Gitter auch von Menschen mit Sehrest frühzeitig erkannt werden – besonders wichtig bei Dämmerung und Nacht.
Für kurzfristige Arbeiten an Schachtzugängen oder kleinen Öffnungen bieten sich unsere Schachtschutzgitter an. Sie sind kompakt, kontrastreich und haben ebenfalls eine Tastleiste in Bodenhöhe. Ideal, wenn Sie kleine Arbeitsstellen schnell und barrierefrei sichern müssen.
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Fußplatten sollten stabil stehen, ohne Stolperfallen zu erzeugen. Wir empfehlen die Ausrichtung quer zum Gitter, damit die Platte sich gut mit einem Langstock überpendeln lässt.
Warnleuchten und Rundumleuchten verbessern die Erkennbarkeit von Ersatzwegen entlang der Baustelle erheblich, nicht nur nachts sondern auch bei schlechten Sichtverhältnissen. Besonders Menschen mit Sehrest profitieren von aktiven Lichtquellen, die Aufmerksamkeit erregen und Orientierung bieten.
Empfehlung: Setzen Sie gelbe oder orange Rundumleuchten an Anfang und Ende des provisorischen Gehwegs sowie an kritischen Richtungsänderungen ein. Batteriebetriebene LED-Varianten sind flexibel einsetzbar und wartungsarm.
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Um Aufgrabungen und Senkungen für alle Verkehrsteilnehmer passierbar zu machen, empfehlen wir unsere Grabenbrücken mit Geländer. Die Überquerungshilfen bieten dank integrierter Geländer mit Tastleisten auch Blinden und Menschen mit Seheinschränkungen einen sicheren Weg über die Baustelle.
So planen Sie Ihr Blindenleitsystem in 5 Schritten
Ein durchdachtes Blindenleitsystem entsteht nicht zufällig, es folgt klaren Planungsprinzipien. So gehen Sie systematisch vor:
Schritt 1: Bestandsaufnahme und Zieldefinition
Fragen Sie sich:
- Welche Wege müssen barrierefrei erschlossen werden?
- Wo sind die wichtigsten Start- und Zielpunkte? (Haltestellen, Eingänge, Querungen)
- Gibt es bereits vorhandene Leitelemente? (Gebäudekanten, Bordsteine, Mauern)
- Welche Verkehrssituationen sind besonders kritisch? (Straßenquerungen, Bahnsteigkanten)
Tipp: Führen Sie eine Begehung mit einem Mobilitätstrainer oder Betroffenenverband durch. Die praktische Perspektive kann Ihnen wertvolle Hinweise für die weitere Planung geben.
Schritt 2: Normprüfung und rechtliche Anforderungen
Zentrale Normen und Regelwerke:
- DIN 32984: Bodenindikatoren im öffentlichen Raum (Hauptnorm)
- DIN 18040-1: Barrierefreies Bauen an öffentlich zugänglichen Gebäuden
- DIN 18040-3: Barrierefreies Bauen im öffentlichen Verkehrs- und Freiraum
- DIN EN 17210: Barrierefreiheit und Nutzbarkeit der gebauten Umwelt
- H BVA: Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen
- RASt 06: Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen
Wichtig: Prüfen Sie auch lokale Vorgaben Ihrer Kommune oder Landesbauordnung. Einige Städte haben ergänzende Gestaltungsrichtlinien.
Schritt 3: Produktauswahl nach Funktion
Entscheidungsmatrix:
Benötigen Sie eine Richtungsführung? → Rillenplatten verwenden
- Beispiel: Weg vom Busbahnhof zum Rathaus-Eingang
Benötigen Sie eine Warnung/Aufmerksamkeit? → Noppenplatten verwenden
- Beispiel: Markierung der Bahnsteigkante, Beginn einer Straßenquerung
Benötigen Sie eine temporäre Absperrung? → Absperrschrankengitter mit Tastleiste
- Beispiel: Baustellensicherung während Straßensanierung
Benötigen Sie eine begehbare Überquerung? → Grabenbrücken mit Geländer
- Beispiel: Überquerung eines Leitungsgrabens
Schritt 4: Untergrundprüfung und Installationsvorbereitung
Geeignete Untergründe für aufklebbare Platten:
- ✅ Asphalt (verdichtet, trocken)
- ✅ Beton (glatt, rissarm)
- ✅ Gehwegplatten (eben verlegt)
- ✅ Kunststein und Verbundpflaster (fugenarm)
Ungeeignete Untergründe:
- ❌ Kopfsteinpflaster (zu uneben)
- ❌ Nasse oder gefrorene Flächen
- ❌ Stark beschädigte Oberflächen
- ❌ Frisch asphaltierte Flächen (< 4 Wochen alt)
Vorbereitung:
- Untergrund reinigen (fettfrei, staubfrei, trocken)
- Bei Bedarf Primer auftragen (erhöht Haftung auf porösen Flächen)
- Temperatur prüfen (optimal: 10-25°C)
- Markierung anbringen (Kreidelinien für exakte Ausrichtung)
Schritt 5: Installation und Qualitätskontrolle
Installationsanleitung (aufklebbare Platten):
- Schutzfolie von der Rückseite abziehen
- Platte exakt positionieren (Rillen in Laufrichtung!)
- Von der Mitte nach außen fest andrücken
- Mit Gummihammer oder Walze nachverdichten
- 24 Stunden nicht belasten (vollständige Aushärtung)
Qualitätskontrolle:
- Sind alle Leitlinien durchgängig ohne Unterbrechung?
- Sind Abzweigungen logisch markiert?
- Ist der Kontrast ausreichend? (Testmessung mit Leuchtdichtemesser)
- Sind die Platten fest verklebt? (Kanten prüfen)
- Wurde die Dokumentation erstellt? (für spätere Wartung)
Dokumentation: Fotografieren Sie die Installation und erstellen Sie einen Lageplan. Das erleichtert spätere Wartungsarbeiten und Nachbestellungen.
Häufige Fragen zu Blindenleitsystemen
Welche Normen gelten für taktile Leitsysteme?
Zentrale Grundlage ist die DIN 32984. Sie definiert Anforderungen an Gestaltung, Abmessungen, Kontraste und Einsatzbereiche von Bodenindikatoren im öffentlichen Raum. Ergänzend gelten DIN 18040-1 (Barrierefreies Bauen) und DIN 18040-3 (Verkehrsraum). Mit unseren Produkten unterstützen wir Sie dabei, diese Vorgaben praktisch umzusetzen.
Sind Blindenleitsysteme gesetzlich vorgeschrieben?
Ja, für öffentliche Neubauten und umfassende Umbauarbeiten. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und die Landesbauordnungen verpflichten öffentlichen Auftraggeber zur Herstellung von Barrierefreiheit. Auch bei Baustellen sind barrierefreie Ersatzwege rechtlich erforderlich.
Wann kommen Rillenplatten zum Einsatz und wann Noppenplatten?
Rillenplatten dienen der Richtungsführung. Noppenplatten markieren Aufmerksamkeitsfelder an Querungsstellen, Abzweigungen oder Gefahrenpunkten. So entsteht eine logisch aufgebaute taktile Wegeführung.
Kann ich die taktilen Platten selbst installieren?
Ja, die Installation ist mit handwerklichem Geschick gut möglich. Sie benötigen eine gereinigte, trockene Oberfläche, eventuell Primer und ein Andruckwerkzeug. Für größere Projekte empfehlen wir dennoch die Installation durch Fachfirmen.
Brauchen taktile Leitstreifen visuelle Kontraste?
Ja, starke Helligkeitskontraste sind ein fester Bestandteil barrierefreier Gestaltung. Sie unterstützen Menschen mit Sehrest und erhöhen die allgemeine Wahrnehmbarkeit der Leitsysteme.
Können Bodenindikatoren auch nachträglich installiert werden?
Ja, unsere Bodenindikatoren sind ideal zum Nachrüsten. Sie können auf verschiedenste Untergründe aufgeklebt werden, ohne dass Sie den Boden aufgraben oder neu pflastern müssen.
Wie weit dürfen Leitlinien unterbrochen werden?
Leitlinien sollten möglichst nicht unterbrochen werden. Wenn Unterbrechungen unvermeidlich sind, dürfen diese laut Empfehlungen maximal 3 Meter betragen. Bei längeren Unterbrechungen müssen alternative Führungselemente vorhanden sein.
Wie müssen Absperrungen für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet sein?
Für Arbeitsstellen werden Absperrschrankengitter mit Tastleisten in Bodenhöhe eingesetzt. Sie können frühzeitig mit dem Langstock erkannt werden und bilden eine klare Linie entlang des provisorischen Gehwegs. Zusätzlich sollten die Gitter kontrastreiche Reflexfolie haben, damit sie auch von sehbehinderten Menschen erkannt werden.
Sind barrierefreie Baustellensicherungen Pflicht?
Ja, gemäß RSA (Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen) müssen auch temporäre Verkehrsführungen für Menschen mit Behinderungen nutzbar sein. Das schließt blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer ausdrücklich ein.
Gibt es Fördermittel für Blindenleitsysteme?
Ja, viele Kommunen können Fördermittel beantragen:
- GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) für ÖPNV-Haltestellen
- Städtebauförderung für barrierefreie Innenstadtgestaltung
- Landesförderprogramme für kommunale Infrastruktur
- KfW-Programme für öffentliche Gebäude
Ihre Vorteile mit unseren Lösungen
✓ Normgerecht nach DIN 32984
Unsere taktilen Bodenmarkierungen erfüllen die Anforderungen der DIN 32984. Sie setzen auf geprüfte Qualität und rechtssichere Lösungen, die bei Bauabnahmen und Kontrollen bestehen.
✓ Schnelle Installation ohne Großbaustelle
Unsere aufklebbaren PREMARK-Platten sind in wenigen Stunden installiert – ohne Aufgraben, ohne Sperrungen, ohne monatelange Baustellen. Sie sparen Zeit, Geld und Ärger mit Verkehrsteilnehmern.
✓ Ideal für Nachrüstungen
Bestehende Flächen können ohne umfassende Umbauten nachgerüstet werden. Perfekt für schrittweise Barrierefreiheit bei begrenzten Budgets.
✓ Sofort verfügbar und lieferbar
Standardprodukte haben wir auf Lager – Lieferung binnen 3-5 Werktagen. Keine langen Wartezeiten, keine Produktionsverzögerungen.
✓ Komplettsortiment aus einer Hand
Von taktilen Bodenmarkierungen über Absperrgitter bis zu Grabenbrücken – Sie erhalten alles für barrierefreie Verkehrsflächen und Baustellen aus einer Hand. Ein Ansprechpartner, eine Bestellung, eine Lieferung.
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Unser Team berät Sie bei der Produktauswahl, unterstützt bei der Planung und steht auch nach dem Kauf für Fragen zur Verfügung.
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